Wettkampf: SwissCityMarathon Lucerne (HM) 2015

Am letzten Sonntag stand der letzte Wettkampf der Saison auf dem Programm. Es ging bereits zum vierten Mal nach Luzern.

Das vor dem Wettkampf definierte Ziel war, die Bestzeit von 2013 zu knacken, welche ich damals ebenfalls in Luzern aufgestellt habe. Eine Zeit unter 1:29:47 musste also als Endergebnis rausschauen.

Wie üblich, klingelte der Wecker ziemlich früh am morgen und nach dem üblichen Frühstück ging es mit dem von Läufern sehr gut besetzten Zug nach Luzern und anschliessend mit dem Schiff zum Verkehrshaus. Dort holte ich noch meine Startnummer ab und machte mich anschliessend auf den Weg in die Umkleide.

Die Frage stellte sich natürlich, ob ich kurz/kurz oder lang/kurz laufen sollte. Ich entschied mich erst für lang/kurz, wechselte aber dann doch auf kurz/kurz, was ich schlussendlich nicht bereuen werde. Etwa zwanzig Minuten vor dem Startschuss machte ich mich auf zum Startbereich und reihte mich dort am Ende des ersten Drittels des ersten Startblocks ein, da dieser für alle Läufer unter 1:30 h vorgesehen war.

Um 09:00 Uhr fiel dann der Startschuss und wenige Sekunden später überquerte auch ich die Startlinie. Die Bedingungen waren zu diesem Zeitpunkt perfekt. Relativ kühl und bewölkt, aber trocken.

Wie üblich lief ich die ersten paar Kilometer etwas zu schnell an und passierte bereits nach 20:21 min die 5km-Marke. Ich fühlte mich zu diesem Zeitpunkt noch sehr gut und auch der kurze Anstieg nach Kastanienbaum absolvierte ich ohne grosse Probleme. Auch die darauffolgenden Kilometer liefen sehr gut und meine Pace stabilisierte sich zwischen 4:05 und 4:15.

Horw war auch schnell passiert und der eher etwas triste Weg zurück nach Luzern bereitete mir auch keine grossen Probleme. In Luzern selber ging es dann an den Zuschauermassen vorbei durch das KKL hindurch und anschliessend noch auf einen Abstecher durch die Altstadt, bevor es zurück zum Verkehrshaus ging.

Bereits beim KKL war ich mir sicher, dass eine neue PB machbar sein müsste. Zwar fühlten sich die Beine durch die Altstadt hindurch langsam etwas schwammig an, aber in der Pace wirkte sich dies nicht negativ aus.

Kurz vor dem Verkehrshaus realisierte ich, dass eine Zeit von unter 1:28 evtl. drin liegen könnte. Ich forcierte deshalb nochmals das Tempo und überquerte schlussendlich in der Zeit von 1:27:59 überglücklich aber ziemlich k.o. die Ziellinie.

Mit dem Ergebnis bin ich natürlich mehr als zufrieden und ich konnte meine Leistung am Wettkampftag perfekt abrufen. Ein Blick auf die Rangliste zeigt, dass ich in meiner Altersklasse den 58. von 619. Finishern erreicht habe und somit klar in die Top-10% gelaufen bin. Bei allen Männern erreichte ich den sehr guten 268. Rang von 4’071 klassierten Läufern. Somit waren nur 6.6% der männlichen Teilnehmer schneller als ich.

Die Saison 2015 ging also mit einem weiteren Highlight zu Ende und ich freue mich bereits auf die kommende Saison.

Wettkampf: Uster Triathlon (OD) 2015

Mit einiger Verspätung hier noch ein kurzer Bericht zum Uster Triathlon.

Ende August kam es in Uster nach einem Jahr Pause zur Neuauflage des Uster Triathlons, welcher für die Altersklassen entweder als Short- oder als olympische Distanz angeboten wird. Ich entschied mich für die olympische Distanz.

Die Vorbereitungen liefen abgesehen von der Parkplatzsuche einwandfrei und es war schon vor dem Start ziemlich warm. Da der See noch angenehm temperiert war, gab es wiederum ein Neoprenverbot.

Der Start wurde neu etwas speziell gestaltet und es gab einen Intervallstart mit vier Teilnehmern pro Intervall. So war das Schwimmen am Anfang viel entspannter, jedoch kam es beim Ausstieg und den Bojen auf dem Kurs über zwei Runden trotzdem zu kleineren Rangeleien.

Die 1.5 Kilometer absolvierte ich in einer passablen Zeit und war nach etwas mehr als einer halben Stunde (inkl. Wechsel) auf dem Rad. Die Radstrecke führt rund um den Greifensee und muss zweimal absolviert werden. Positiv war sicher, dass das Feld durch den Intervallstart sehr auseinander gezogen war und so zumindest auf der ersten Runde nur wenig Verkehr herrschte. Auf der zweiten Runde war es jedoch ziemlich anspruchsvoller fair zu fahren und gleichzeitig andere Teilnehmer zu überholen. Da es sich um einen sehr flachen Kurs handelte, waren natürlich tolle Radzeiten möglich.

Doch es gab auch einen sehr gewichtigen Nachteil und das war die Streckenführung über Radwege während ca. 70% der Strecke. Während der letzte Teil über die Hauptstrasse führte und toll zu fahren war, sorgten etliche Kurven dafür, dass man nur schwer einen Rhythmus fand und immer wieder abbremsen und beschleunigen musste. Noch schlimmer war jedoch die Tatsache, dass der Radweg nicht gesperrt und sich zahlreiche Fussgänger, Velofahrer, Rollerblader usw. auf dem Radweg waren.

Diese Tatsache sollte jedoch im kommenden Jahr mit einer neuen Streckenführung behoben sein.

Trotz dieser Schwierigkeiten konnte ich eine sehr passable Radzeit hinlegen und war nach 1:03:25 wieder in der Wechselzone. Der Wechsel war in Ordnung und dann ging es auf die Laufstrecke, welche auch wieder über zwei Runden führte. Die erste Runde konnte ich in einem sehr guten Tempo absolvieren, bekam aber im Laufe der zweiten Runde extremes Seitenstechen und musste das Tempo stark reduzieren. Hinzu kam noch, dass es zwischen dem ersten und zweiten Verpflegungsposten eine Ewigkeit dauert. Insbesondere bei heissen Temperaturen. Dies wird im 2016 jedoch auch korrigiert. Dennoch reichte es für eine gute Laufzeit. Allerdings ist die Laufstrecke gemäss meiner Garmin etwas zu kurz.

In der Summe gab es schlussendlich mit 2:18:18 eine klar neue Bestzeit über die olympische Distanz. In meiner Altersklasse erreichte ich den 33. Rang bei 108 Finishern und bei den Männern klassierte ich mich mit dem 86. Rang in den Top-20%.

Mit der neuen Radstrecke werde ich definitiv auch im 2016 wieder am Start sein, denn der Uster Triathlon eignet sich ideal als Abschlussevent der Triathlon-Saison.

StreckeUster Triathlon
1.5 / 40 / 10
Gesamt02:18:18
Schwimmen00:29:21
1. Wechsel00:01:47
Rad01:03:25
2. Wechsel00:02:03
Laufen00:41:42

Update Training

Der letzte Trainingsbericht ist schon eine Weile her. Natürlich wurde trotzdem weiter fleissig trainiert und mit dem Uster Triathlon auch eine neue PB über die olympische Distanz aufgestellt. Im September war ursprünglich noch der Greifenseelauf über die Halbmarathon-Distanz geplant.

Doch anstatt am Start zu stehen, konnte ich bei einem der wohl schönsten Ereignisse dabei sein, denn seit dem 19. September bin ich stolzer Vater von unserem James Philip.

Beim Halbmarathon in Luzern Ende Oktober werde ich jedoch wieder dabei sein und die Form dazu stimmt auch schon recht gut. Denn gestern Abend gab es mit einer Zeit von 41:10 eine neue Bestzeit im Training über 10 Kilometer. Das Ziel in Luzern ist somit ganz klar meine Zeit von 2013 zu schlagen.

Die Trainingstabellen sind nun nach rund zwei Monaten Pause auch alle wieder auf dem neusten Stand.

Wettkampf: 5150 Zürich

Vorletzten Samstag stand der 5150 Zürich auch dem Programm. Dabei handelt es sich um einen Triathlon über die olympische Distanz im Rahmen des Ironman Zürich Wochenende.

Wie bereits erwähnt, nahm ich zu dritten Mal in Folge teil und die Aussage von letzter Woche, dass es wahrscheinlich keine neue persönliche Bestzeit geben wird, bewahrheitete sich „leider“. Dennoch bin ich mit dem Resultat ziemlich zufrieden.

Doch beginnen wir beim Start.

Die Vorbereitungen verliefen ohne Probleme und ich hatte noch genügend Zeit, mich auf der Expo mit einem neuen Einteiler, einem Visor und Gels einzudecken. Während dem Einkauf zog bereits eine Gewitterfront in Richtung Zürich und der Regenradar der Meteo-App verhiess nichts Gutes.

Trotzdem machte ich mich um 09:30 Uhr auf zum Schwimmstart, welcher ursprünglich für 10 Uhr geplant war. Bereits am Freitag war klar, dass es auf Grund der Wassertemperaturen ein Neoprenverbot geben würde. Kurz nachdem ich mich ins Wasser begeben habe, um noch ein kurzes Einschwimmen zu absolvieren, kam schon die Meldung vom Speaker, dass alle aus dem Wasser müssten, da eine Gewitterfront im Anmarsch sei.

Nur ein paar Minuten später frischte der Wind merklich auf und es begann sprichwörtlich wie aus Eimern zu schütten. Alle Zuschauer und Athleten suchten daraufhin Schutz unter den Dächern der Badi oder den Sonnenschirmen. An einen Start war beim besten Willen nicht zu denken und so wurde dieser erst auf 10:15 Uhr und später auf 10:25 Uhr verschoben.

Nach wenigen Minuten war der Spuck schon wieder vorbei. Das Problem war jedoch, dass es deutlich abgekühlt hat und ich mit dem nassen Einteiler vom Kopf bis in die Zehenspitzen fror. Selbst im Startblock war ich noch etwas am Zittern und hoffte, dass sich dies mit dem Schwimmen wieder legen würde.

Kurz nach den Profis wurden auch wir ins Rennen geschickt und wie üblich in Zürich war es zu Beginn und an der ersten Boje eine ziemliche Schlägerei. Dieses Mal, war das Feld auch an der zweiten Boje noch sehr kompakt und ich wurde kurz nach der Wende von einem anderen Athleten unter Wasser gedrückt. Natürlich kam da gerade etwas Panik auf, da man im Hinterkopf hat, dass kurz nach ihm die Nächsten folgen könnten. Ich konnte mich jedoch über Wasser halten und fand meinen Rhythmus schnell wieder. Der Rest des Schwimmens verlief dann ohne grössere Problem und nach wie erwartet langsamen 31 Minuten und 35 Sekunden hatte ich die erste Disziplin abgeschlossen. Somit war ich ohne Neoprenanzug etwas über drei Minuten langsamer als im letzten Jahr, als mit dem Neopren geschwommen werden konnte.

Der Wechsel verlief flott und nach etwas mehr als eineinhalb Minuten war ich bereits auf dem Rad. Die Radstrecke über drei Runden ist mehrheitlich flach, jedoch muss pro Runde einmal der Heartbreak-Hill bezwungen werden. Dabei handelt es sich zwar nur um einen gut 800 Meter langen, aber dafür ziemlich steilen Rhythmusbrecher. Die flachen Stücke verliefen sehr gut und ich konnte beispielsweise das rund 10 Kilometer lange Flachstück nach der ersten Abfahrt bis zum zweiten Aufstieg mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 40 km/h absolvieren. Auch die drei Anstiege verliefen sehr gut und ich konnte zahlreiche Athleten sowohl auf den flachen Abschnitten als auch an den Anstiegen überholen.

Da jedoch der zweite Start um 10:40 Uhr nicht verschoben wurde, war es nicht wie sonst üblich erst auf der dritten sondern bereits ab der zweiten Runde sehr voll. Vor allem auf der Strecke von der Wechselzone bis zum Heartbreak-Hill war es fast unmöglich fair zu fahren, was etwas schade war.

Die drei Runden absolvierte ich in einer Zeit von 1:05:04 und war somit eine Minute und 40 Sekunden schneller als im letzten Jahr. Der zweite Wechsel verlief auch ohne grössere Probleme. Nur die Socken und Schuhe waren vom Gewitter vor dem Start klitschnass.

Für den abschliessenden Lauf wusste ich, dass wegen dem fehlenden Intervalltraining sicher keine neue Bestzeit drin liegen würde. Ich versuchte den Lauf deshalb möglichst konstant zu absolvieren, was mir auch sehr gut gelang. Ich konnte alle Kilometer mit einer Abweichung von +/- 5 Sekunden von der gesamten Durchschnittspace absolvieren.

Die letzten Kilometer waren dabei etwas hart, da ich wahrscheinlich wegen dem nassen Einteiler mit einem ziemlich starken Seitenstechen kämpfen musste. Trotzdem konnte ich die Pace gut halten und kam nach 42 Minuten und 46 Sekunden mit einer Pace von 4:17min/km ins Ziel.

Gesamthaft absolvierte ich den Wettkampf in 2:22:43 und war somit zwar schneller als die geplante Zeit, jedoch ziemlich deutlich unter der PB vom letzten Jahr. Im Klassement belegte ich in meiner Altersklasse den 30. Rang von 157 Finishern und bei allen Männern den 134. von 737 Teilnehmern und über alle 950 Teilnehmenden gesehen, wurde ich 144. Somit war das Ziel in die Top-20% zu kommen sowohl in der AK als auch über alle Teilnehmer gesehen erreicht.

Eine genauere Analyse der Rangliste zeigt deutlich meine Schwimmdefizite. Während ich beim Laufen in meiner AK den 26. und beim Rad den 30. Rang belegte, verliess ich das Wasser erst als 54. meiner Altersklasse.

Wie bereits erwähnt war es trotzdem ein toller Wettkampf und ich bin mit meiner Leistung mehrheitlich zufrieden. Trotzdem muss ich sagen, dass auch aufgrund der Tatsache, dass mich in den darauffolgenden Tagen kein Muskelkater plagte und ich am Sonntag bereits wieder einen 15km Lauf in einer 4:50er Pace absolvieren konnte, wahrscheinlich noch etwas mehr drin gelegen wäre und ich insbesondere beim Laufen schneller hätte anlaufen sollen.

Strecke5150 Zürich
1.5 / 40 / 10
Gesamt02:22:43
Schwimmen00:31:35
1. Wechsel00:01:37
Rad01:05:04
2. Wechsel00:01:42
Laufen00:42:45

Race Week Zürich Triathlon

Der nächste Wettkampf steht vor der Tür. Zum dritten Mal in Folge nehme ich an diesem Samstag am Zürich Triathlon über die olympische Distanz teil.

Nachdem ich im letzten Jahr meine Zeit massiv verbessern konnte, stellt sich natürlich die Frage, ob dieses Jahr wieder eine neue PB drin liegt.

Die Wetterbedingungen waren letztes Jahr fast schon perfekt. Zusätzlich war es mein Hauptwettkampf und deshalb habe ich mich insbesondere beim Laufen auch spezifisch darauf vorbereitet.

Dieses Jahr sieht es etwas anders aus. Einerseits sind die Wettervorhersagen eher warm und schwül und die Wahrscheinlichkeit ist momentan sehr gross, dass es ein Neoprenverbot geben wird. Im Weiteren war Rapperswil mein Hauptwettkampf der Saison 2015 und ich hatte einen sehr lockeren Monat Juni mit Regeneration und Ferien. Ich fühle mich zwar sehr gut, aber die Vorbereitung mit der Pause im Juni ist sicher nicht ideal und dies stelle ich auch bei den Tempoläufen fest.

Zusammenfassend wird es sehr schwierig werden, meine PB von 2:21:00 erneut zu verbessern. Sollte es ein Neoprenverbot und warme Temperaturen geben, rechne ich momentan eher mit einer Zeit von 2:25h aufgeilt in 31min / 1:07h / 43min und jeweils zwei Minuten für die beiden Wechsel.

Facts&Figures Juni 2015

Mit etwas Verspätung noch der Monatsbericht Juni 2015.

Der vergangene Monat stand ganz im Zeichen vom Saisonhighlight, dem Ironman 70.3 in Rapperswil. Die Woche vor dem Wettkampf galt ganz dem Tapering und in der Woche danach gab es nur ein paar Trainings zur Regeneration.

Im Anschluss standen dann noch zwei Wochen Sommerferien auf dem Programm. In diesen zwei Wochen wurde zwar viel gewandert, doch mit Ausnahme von dem einen oder anderen kurzen Lauf war die Zeit sportfrei.

Dies zeigt sich natürlich auch im etwas bescheidenen Trainingsumfang für den Monat Juni:

DisziplinMonatskilometerAnzahl EinheitenDauer in Stunden
Total2951715:59
Running118119:12
Bike17235:09
Mountainbike---
Spinning---
Schwimmen
(inkl. Tech-Training)
531:38

Als nächstes steht nun Mitte Juli der Zürich Triathlon (OD) auf dem Programm. Diesen Triathlon bestreite ich nun bereits zum dritten Mal in Folge und ich bin gespannt, ob sich die letztjährige PB trotz sehr wahrscheinlichem Neopren-Verbot unterbieten lässt.

Wettkampf: Ironman 70.3 Rapperswil 2015

Das Saisonhighlight 2015 ist bereits Geschichte, es war jedoch ein voller Erfolg. Doch beginnen wir der Reihe nach.

Der Wecker klingelte bei mir bereits um 4:30 Uhr und nach einem zuckerhaltigen Frühstück (Zopf, Honig und Konfitüre) ging es nach Rapperswil. Um kurz nach 6 Uhr war ich dann bereits beim Parkplatz für die Athleten und der Shuttle-Bus fuhr gleich vor meiner Nase weg. Anstatt auf den nächsten zu warten, entschloss ich mich die Distanz zu Fuss zurückzulegen und kam ein paar Minuten später auf dem Gelände an.

Ich war bereits um ca. 6:20 Uhr in der Wechselzone und konnte mir so genügend Zeit nehmen, um mich auf den Wettkampf vorzubereiten und auch um die tolle Atmosphäre an diesem wunderschönen Sonntagmorgen zu geniessen. Die Vorbereitungen verliefen ohne Probleme.

Die Vorfreude und die Nervosität waren schon die ganze Woche spürbar und es war nun ein richtig tolles Gefühl mit meiner Startgruppe in den See zu steigen. Um 08:25 Uhr wurde dann meine Startgruppe auf den Weg geschickt.

Eine Zielzeit habe ich mir nicht wirklich vorgenommen, aber meine Richtzeiten an meine Fan-Crew ging mal von 5:05h aus, was ich ihnen als Optimum angab. Aufgeteilt in 0:36h / 2:45h / 1:38h plus noch je drei Minuten für den Wechsel.

Als eher schlechter Schwimmer habe ich mich bewusst etwas weiter hinten platziert. Doch es war trotzdem die ersten paar hundert Meter ein ziemliches Chaos. Doch dann habe ich meinen Rhythmus gefunden und die erste Hälfte ging rasch vorbei. Nach der Wende bekam ich dann von einem anderen Athleten noch einen Fuss mitten ins Gesicht geschlagen. Der Schmerz verging aber nach kurzer Zeit wieder und ich konnte das Wasser nach 34:09 verlassen und war somit voll im Zeitplan.

Der Wechsel verlief ebenfalls im Rahmen der Erwartungen und nach knapp über drei Minuten war ich bereits auf dem Rad. Von der Streckenbesichtigung kannte ich die wichtigsten Stellen und wusste so bereits in etwa was mich erwarten würde. Bis nach Schmerikon und auch den Witches Hill hinauf verlief es sehr gut und ich konnte zahlreiche andere Athleten überholen, was natürlich die Motivation zusätzlich förderte. Die anschliessend Abfahrt fand ich schon bei der Streckenbesichtigung nicht wirklich ideal, aber es ging auch vorbei und der erste Aufstieg nach Goldingen war auch schnell geschafft und so ging es eigentlich weiter. Ich lag sehr gut in der Zeit und hatte trotz den vielen Höhenmetern richtig viel Spass. Das lag natürlich auch am perfekten Wetter und den vielen Zuschauern und der Stimmung an der Strecke. Den Rad-Teil absolvierte ich in etwas über 2:36h und lag somit bereits 10 Minuten über dem erwähnten Zeitplan.

Der zweite Wechsel verlief auch nicht schlecht und dauerte mit einem kurzen Gang aufs Pissoir und erneutem eincremen knapp vier Minuten. Beim Ausgang aus der Wechselzone traf ich dann zum ersten Mal auf meine Support-Crew, der ich über den ganzen Lauf hinweg noch ein paar Mal begegnen konnte. Ein grosses Danke an dieser Stelle für den Support und die tollen Sprüche.

Die ersten Kilometer ging ich wie üblich etwas zu schnell an (4:12 / 4:16), doch die Hitze führte dazu, dass sich die darauffolgenden Kilometer zwischen 4:35 und 4:45 einpendelten. An den übrigens sehr gut eingerichteten Verpflegungsständen setzte ich meine Strategie mit Iso resp. Wasser und Gel fort und nahm auch immer genügend Schwämme mit, um meinen Körper zu kühlen.

Bereits in der ersten Runde durch die Altstadt begann ich etwas zu rechnen und stellte fest, dass eine Sub-5h Zeit eigentlich gut drin liegen müsste. Die erste Runde absolvierte ich in etwas über 47 Minuten mit einer 4:33er Pace. Bis Kilometer 13 konnte ich die Pace etwa halten und dann begann ich langsamer zu werden und die Zeiten pendelten sich bei ca. fünf Minuten pro Kilometer ein. Ich begann zu diesem Zeitpunkt auch bewusst bei den Verpflegungsstationen kurz eine Gehpause einzulegen, damit ich mich wirklich ordentlich verpflegen konnte.

Bei der zweiten Rundenkontrolle, war ich mir dann sicher, dass ich die Sub-5h gut erreiche, wenn nichts gravierendes mehr dazwischen kommt. So lief ich mein Tempo weiter und konnte kurze Zeit später in den Zielkanal einbiegen. Die Stimmung war natürlich fantastisch und ich konnte den Halbmarathon in 1:39:49 absolvieren und überschritt nach 4:57:26 überglücklich die Ziellinie. Damit belegte ich den 73. Platz von 270 Startern in meiner Altersklasse und bei allen Männern erreichte ich das Ziel als 293. von insgesamt 1’530 Finishern

Mit meiner ersten Mitteldistanz bin ich absolut zufrieden, insbesondere auch mit dem beruflich bedingten eher bescheidenen Training (im Schnitt ca. 7h pro Woche seit 1.1.15). Ich bin zwar schon länger mit dem Triathlon-Virus infiziert, aber nun weiss ich auch, dass mir wie beim Laufen auch beim Triathlon die längeren Distanzen mehr liegen und ich trotz einigen kurzen Tiefs während dem Laufen viel Spass während dem Wettkampf hatte.

Der einzige wirkliche Wermutstropfen zeigte sich dann am Abend. Leider nahm ich aufgrund der Wettervorhersagen nur Sonnencreme mit dem Faktor 30 statt Daylong 50 mit und bereits beim Laufen spürte ich, dass es an den Schultern, Rücken und Oberarmen einen ziemlichen Sonnenbrand gegeben wird, was sich dann am Abend leider auch bewahrheitete. Aber „Lesson learned“, Daylong 50 wird nun immer eingepackt, egal was der Wetterbericht voraussagt.

Hier noch die Zahlen in der Übersicht:

StreckeIronman 70.3 Rapperswil (MD)
1.9 / 90 / 21.1
Gesamt04:57:26
Schwimmen00:34:09
1. Wechsel00:03:08
Rad02:36:24
2. Wechsel00:03:56
Laufen01:39:49

Race Week

Nun ist sie also da, die Race Week vom Ironman 70.3 Rapperswil. Die Zeit seit dem 1.1.15 verging viel zu schnell und wie (fast) jeder Athlet, hätte ich gerne noch etwas mehr trainiert. Aber mehr lag mit dem Job und den anderen Verpflichtungen leider nicht drin und ich hoffe es reicht für ein anständiges Finish am kommenden Sonntag.

Insgesamt konnte ich seit dem 1. Januar doch 132 Einheiten absolvieren und war während 148 Stunden oder 6 Tage und vier Stunden sportlich aktiv. Dabei konnte ich fast 2’300 Kilometer zurücklegen. Von den 148 Stunden entfielen 41% aufs Radtraining, 38% aufs Laufen und 22% aufs Schwimmen.

Ob das durchschnittliche Wochenpensum 7:05h schlussendlich reicht, wird sich in einer Woche zeigen.

Die kommenden Tage geht es nun sehr locker zu und her und ich geniesse die Vorfreude auf mein Saisonhighlight 2015.

Facts&Figures Mai 2015

Der Monat Mai stand ganz in der Vorbereitung zu Rapperswil. So war ich diese Saison, bei mehr oder weniger angenehmen 16.5 Grad Wassertemperatur, erstmals im Freiwasser schwimmen. Im Weiteren habe ich auch noch an der Streckenbesichtigung für Rapperswil teilgenommen und habe nun in der letzten Woche des Monats die Umfänge bereits etwas reduziert.

Neben der Vorbereitung auf Rapperswil ist natürlich auch der erfolgreiche GP von Bern erwähnenswert.

Trotz einem verlängerten Weekend in Berlin ohne Sport, konnte ich das Trainingspensum im Vergleich zum Vormonat etwa konstant halten. In Zahlen sieht dies dann so aus:

DisziplinMonatskilometerAnzahl EinheitenDauer in Stunden
Total7072733:25
Running1501211:34
Bike541816:47
Mountainbike---
Spinning---
Schwimmen
(inkl. Tech-Training)
1675:04

In der kommenden Woche steht nun Rapperswil auf dem Programm und die Vorfreude auf meinen ersten Ironman 70.3 ist schon ziemlich gross.

Wettkampf: GP Bern 2015

Letztes Wochenende stand der zweite Wettkampf der Saison 2015 auf dem Programm. Es ging zum dritten Mal nach Bern an den GP über 10 Meilen oder 16.1 Kilometer.

Da der Lauf erst am späteren Nachmittag stattfand, ging es erst kurz nach 13:00 Uhr auf den Zug in Richtung Bern. Bereits in Aarau waren zahlreiche Läufer auf dem Perron und im Zug. Die Anreise verlief problemlos und kurz nach 14:15 Uhr war ich bereits auf dem Festgelände. Zuerst ging es zur Startnummernausgabe und anschliessend noch auf einen Rundgang durch die Expo. Dann war es auch schon Zeit, sich für den Start bereit zu machen.

Nach einem kurzen Aufwärmen, machte ich mich etwa 15 Minuten vor dem Startschuss auf den Weg in meinen Startblock. Dieses Mal wurde ich in den zweiten von insgesamt 30 Startblocks eingeteilt und 1:30 min nach dem Start der Elite wurde auch mein Startblock auf den Weg durch Bern geschickt.

Das Publikum war in der Altstadt von Bern wieder sehr zahlreich vertreten und so vergingen die ersten Kilometer unter tatkräftiger Unterstützung wie im Flug. Nach den ersten 10 Kilometer war ich gemäss dem Asics-Pacemakerband rund 30 Sekunden unter meinem Ziel von 1:09. Auch die nächsten Kilometer verliefen sehr gut und der erneute Weg durch die Altstadt und den Bundesplatz mit den zahlreichen Fans waren wie immer ein Erlebnis, obwohl ich ehrlich gesagt nicht mehr ganz alles mitbekommen habe, was am Strassenrand alles abging.

Nach der Altstadt ging es die Aargauerstalden hinauf. Den ziemlich steilen Anstieg konnte ich jedoch ziemlich gut bewältigen und auf dem letzten Kilometer konnte ich das Tempo nochmals etwas forcieren. Die Uhr blieb dieses Mal nach 1:07:57 stehen, was einer neuen Bestleistung auf der GP-Strecke entspricht und gut eine Minute schneller ist als die alte Bestzeit vom 2013. Auch auf der Rangliste konnte ich mich nochmals verbessern und erreichte in meiner Altersklasse den 222. Rang von 2574 Finishern und den 668. Platz von insgesamt 10’135 männlichen Finishern. Somit waren nur 8.6% resp. 6.6% der Starter schneller als ich.

Der letzte Test vor Rapperswil ist somit mehr als gelungen und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Laufstrecke: GarminConnect
16.1km, 4:13 min/km, Zeit: 1:07:57

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